Raus aus dem Sommerschlaf: So bereitest du dich und deine Wintersport-Ausrüstung auf den Winter vor

Noch sind die Wanderschuhe im Einsatz, die Tage angenehm warm und der erste Ski-, Snowboard- oder Tourentag gefühlt weit weg. Aber irgendwann im September passiert es: Der erste Gedanke an frisch präparierte Pisten, Pulverschnee und das Glitzern der weißen Pracht in der Sonne schleicht sich ein.
Noch ist die Zeit nicht gekommen, aber jetzt ein guter Moment, um Mensch und Material langsam aus dem Sommerschlaf zu holen. Denn sowohl Ski- und Snowboardausrüstung als auch die eigenen Oberschenkel freuen sich über ein bisschen Vorbereitung.

Expedition Keller: Was an Wintersport-Ausrüstung ist eigentlich da?
Beginnen wir dort, wo der Winter den Sommer verbringt: im Keller, in der Garage oder auf dem Dachboden.
Ski, Snowboard oder Tourenski gefunden? Sehr gut. Jetzt lohnt sich ein genauer Blick auf Belag und Kanten. Hast du Rost, tiefe Kratzer oder andere Schäden entdeckt? Dann den Service besser jetzt einplanen als am Abend vor dem ersten Skitag.
Auch die Bindung gehört kontrolliert. Ob sie richtig eingestellt ist und einwandfrei funktioniert, sollte im Zweifel ein Fachbetrieb überprüfen.
Weiter geht's mit Skischuhen, Tourenschuhen oder Snowboardboots. Einmal anziehen und ehrlich sein: Passen die wirklich gut? Besonders bei Kindern sollte man die Größe regelmäßig überprüfen!
Helm und Skibrille dürfen ebenfalls aus der Kiste. Sitzt der Helm richtig? Ist alles in Ordnung? Hat die Brille den Sommer kratzerfrei überstanden? Passt die Brille gut in den Helm? Und wo sind eigentlich die Skistöcke?

Kleiderschrank auf Winterbetrieb stellen
Auch die Skibekleidung verdient einen kurzen Pre-Season-Check. Sind Skiunterwäsche, Mid Layer – zum Beispiel eine Fleecejacke oder ein kuscheliger Hoodie – sowie eine wasserfeste Ski- oder Snowboardjacke noch vorhanden oder ist das ein oder andere Teil vielleicht verschollen? Ist alles in gutem Zustand? Wer mit Rückenprotektor oder anderer Schutzausrüstung unterwegs ist, sollte auch hier Passform und Zustand kontrollieren.
Und dann wären da noch die Skisocken. Sind die alten Exemplare inzwischen dünn, ausgeleiert oder auf mysteriöse Weise zu Einzelsocken geworden, darf man sich ruhig einmal neue gönnen – zum Beispiel von unserer Eigenmarke SNØXIS.
Und dann wartet noch die Königsdisziplin: Skihose anprobieren. Im September. Was bei Kindern wegen des Wachstumsschubs spannend ist, kann bei Erwachsenen aus anderen Gründen für Überraschungen sorgen.
Schatzsuche nach den Accessoires
Als krönender Abschluss wartet die kleine Schatzsuche nach den Accessoires: Wo sind eigentlich die Handschuhe? Die dicken Fäustlinge? Sturmhaube? Mütze? Schlauchschal? Felle zum Tourengehen? Wer diese Dinge jetzt schon zusammensucht, muss am Morgen des ersten Skitages nicht sämtliche Schubladen des Hauses durchforsten. Unser Pro-Tipp: Am besten gleich alles Nötige in den Skirucksack packen – wer keinen passenden hat, wird bei der Skibörse natürlich auch fündig.
Wir haben euch übrigens eine Checkliste für den ersten Skitag erstellt – schaut doch mal rein!

Passt, braucht Pflege oder darf weiterziehen?
Nach dem Check hilft ein einfaches Drei-Stapel-System:
Passt & bleibt: Alles bestens – darf in Griffweite auf den Winter warten.
Braucht Zuwendung: Ein Stapel, der Aufmerksamkeit erfordert und die entsprechende To-Do-Liste: Ski zum Service, Reißverschluss reparieren, Hardshelljacke imprägnieren, etc.
Darf weiterziehen: Zu kleine Kinderski, nicht mehr passende Schuhe oder Ausrüstung, die seit Jahren ungenutzt herumsteht, darf gerne weitergegeben oder gegebenenfalls entsorgt werden. Gut zu wissen: Bei der Skibörse gibt es jede Menge gebrauchte Wintersport-Ausrüstung, allerdings können Privatpersonen bei uns leider nichts verkaufen. Wir bieten nur unsere qualitätsgeprüfte eigene Ware an. Diese kommt frisch aus dem Service und mit einem Jahr Gewährleistung.
Und wie sieht es mit deinem eigenen „Service“ aus?
Während Ski und Board neue Kanten bekommen, darf auch der Körper langsam wieder auf Winterbetrieb umstellen. Keine Sorge: Niemand muss im September mit Skischuhen oder Snowboardboots Kniebeugen im Wohnzimmer machen. Ein bisschen Pre-Season-Training kann den ersten Skitag aber deutlich angenehmer machen.
Wie das geht? Skifahren und Snowboarden fordern vor allem Beine, Rumpf, Gleichgewicht und Ausdauer. Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte, Planks oder Balanceübungen lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren. Radfahren, Wandern, Laufen oder zügiges Gehen helfen zusätzlich dabei, die Grundlagenausdauer zu verbessern und Kraft aufzubauen.
Jetzt ist noch genügend Zeit. Wer im September beginnt und zwei- bis dreimal pro Woche ein paar Übungen einbaut, muss im Dezember nicht versuchen, drei Monate Training in drei Tagen nachzuholen.

Gut vorbereitet und entspannt in den Winter starten
Der Winter ist noch nicht da – und genau das ist der Vorteil. Jetzt bleibt genügend Zeit, um herauszufinden, was passt, was fehlt und was zum Service muss. Gleichzeitig können auch Beine, Rumpf und Kondition langsam wieder Bekanntschaft mit dem Wintersport machen.
Also: Keller auf, Ausrüstung raus, Skihose anprobieren – und vielleicht gleich ein paar Kniebeugen hinterher.
Der Winter kann sich ruhig noch etwas Zeit lassen. Wir machen uns inzwischen schon mal bereit!




Kommentare